Amalgamausleitung

Quecksilber ist ein Gift, das wir einerseits mit unserer Nahrung (soferne kontaminiert) aufnehmen können, andererseits in Form von Amalgamzahnfüllungen in den menschlichen Körper gebracht wird.

Amalgame, auch die modernsten neuen Legierungen, enthalten mindestens 50% metallisches Quecksilber.

Aus Amalgam-Zahnfüllungen wird Quecksilber mechanisch, chemisch und elektrochemisch freigesetzt und vom Organismus gespeichert. Es lagert sich vorwiegend in Gehirn, Darm, Niere und Leber ab. Diese Depots stellen eine chronische Belastung dar, die zu Beschwerden führen können.

Mögliche Symptome bei Quecksilbervergiftungen
Allergie, Asthma, Mund-, Rachen-, Magenschmerzen, Metallgeschmack, Bauchschmerzen, Bronchitis, Gewichtsverlust, Kopfschmerzen (Migräne), Schwindel, Nervosität, reduzierte Merkfähigkeit, Energielosigkeit, Speichelfluss, Gelenkschmerzen, Zahnausfall, hartnäckiger Schnupfen, Stimmungslabilität, Hautekzeme, Leber- und Nierenschaden, niedriger Blutdruck, allgemeine Schwäche, Empfindungs- und Sehstörungen etc.

Wie hoch sind die Quecksilberdepots im Organismus?
Wieviel Quecksilber im Organismus gespeichert ist, lässt sich mit Hilfe des DMPS-Tests ermitteln. DMPS ist ein sogenannter Chelatbildner, der mit Schwermetallen wasserlösliche Komplexe bildet, die dann über den Harn ausgeschieden werden können.

DMPS-Test

  1. Infusion von DMPS
  2. Wasser oder Tee trinken
  3. Nach zwei Stunden Spontanurin (Urin nach DMPS) sammeln
  4. Bestimmung von Quecksilber (bei Bedarf auch von Zinn, Kupfer, Silber) im Harn (vor und) nach DMPS

Eine Quecksilber-Ausscheidung von mehr als 50 Mikrogramm pro Liter Harn weist auf stark erhöhte Depots des Schwermetalls im Organismus hin.

Die Quecksilberkonzentration im Blut korreliert nicht mit der Höhe der Depots im Organismus. Bei Verdacht auf Quecksilbervergiftung sollte unbedingt der DMPS-Test durchgeführt werden.

Die Abbildung zeigt, daß eine Quecksilberbelastung nicht selten ist. Von über 1000 Patienten der letzten Jahre zeigen immerhin 47 % eine leichte (5-50 mg/L) und über 35 % eine schwerwiegende (> 50 mg/L) Quecksilberbelastung.

Grundvoraussetzung für eine Amalgamausleitung ist, dass alles Amalgam aus dem Mund entfernt wird und durch andere Füllungen ersetzt wird um eine neuerliche Quecksilberbelastung zu verhindern.

siehe auch