Parodontose

Parodontose ist ein Sammelbegriff für alle möglichen Parodontalerkrankungen
Erkrankungen des Zahnfleisches und des Zahnhalteapparates

Heute sind Parodontalerkrankungen ein weltweites Problem und der häufigste Grund für Zahnverlust bei Menschen über 35 Jahre. Viele Erkrankungen aus diesem Formenkreis sind chronisch.

Diese Krankheitsgruppe umfasst

  1. Zahnfleischentzündungen verschiedensten Ursprungs = Gingivitis
  2. Erkrankungen mit Beteiligung des Knochens = Parodontitis

Durch Verlust der Stabilisierungsfunktion von Zahnfleisch, Zahnhalteapparat und Knochen kommt es im Weiteren zur Zahnlockerung und zum Zahnverlust.

Therapie
Anfangs kann eine professionelle Zahnreinigung durch die Dentalhygienikerin, die auch die Wurzelflächen einschließt Erfolg bringen Auf diese Weise werden sowohl Beläge, als auch Zahnstein entfernt. Anschließende Chlorhexidinspülungen für 1 bis 2 Wochen und gründliches Putzen 2 x täglich zu Hause mit 1x täglich Zahnseidenanwendung bringen schon rasch eine deutliche Entzündungsreduktion.

Bewährt hat sich die laserunterstützte Parodontaltherapie. Durch den Einsatz spezieller Laser ( Dioden-, Nd;YAG-, Er:Cr.YSGG Laser ) werden die Bakterien in den Zahnfleischtaschen abgetötet und die Geweberegeneration gefördert. Die Therapie ist schmerzlos und sicher. Allergien sind nicht möglich. Ein chirurgischer Eingriff kann häufig vermieden werden. Die Rezidivfreiheit ist gegenüber herkömmlichen Therapien deutlich verlängert.

Bei besonders tiefen Zahnfleischtaschen kann eine so genannte Lappenoperation notwendig sein, bei der unter Lokalanästhesie das Zahnfleisch abgeklappt und die Wurzeloberfläche mittels Lasereinsatz gereinigt wird. Auch hier ist die Bakterienabtötung und vor allem die Blutungsarmut, die mit dem Laser erreicht werden von Vorteil.

Anschließend wird das Zahnfleisch wieder sorgfältig vernäht, falls nötig werden Spezialmembranen zur Geweberegeneration eingelegt.